Schulchronik

Eine kleine Geschichte der Schule – Eine (fast) komplette Schulchronik von 1922 bis heute liegt in der Schule vor. 

 

Die Entwicklung des Schulwesens in Kropp ist in den Anfängen nicht klar zu erkennen, weil Quellen aus dieser Zeit fehlen. Belegt ist aber, dass – wie in anderen Kirchspielen – Schule ein Teil des Kirchwesens war. Wahrscheinlich wurde um 1818 die Küsterschule von einer „Distriktschule“ abgelöst. Träger der Schulen waren nun nicht mehr die Kirche, sondern Schuldistrikte. Erstmals werden durch ein Regulativ klare Vorgaben erlassen. Schulhäuser wurden gebaut, und die schlecht besetzten Schulen wurden mit ausgebildeten Lehrern, namentlich aus den Seminaren Kiel und Tondern, besetzt. Trotzdem war der Schulbesuch unregelmäßig. Die Kinder mussten von November bis zum Frühjahr zur Schule gehen, da sie im Sommer bei der Feldarbeit gebraucht wurden. Der Eingang der Realien in den Unterricht fand zunächst erheblichen Widerstand der Geistlichen. Sie sahen in ihnen eine Abwendung von den eigentlichen Zwecken der Schule und fürchteten eine Zurückdrängung der Religion. 

Die Schülerzahl stieg allmählich an: 1801: 54 Schüler, 1840: 82 Schüler, 1855: 98 Schüler, 1858: 100 Schüler und 1873: 108 Schüler. 

1833 wurde an das bestehende Küsterhaus eine neue Schule angebaut. Allerdings gab es auch zu dieser Zeit Mängel. Lehrer Marxen berichtete, dass es an manchen Tagen von den Wänden und der Decke tropfte. Der Ofen war nicht groß genug, um das Schulzimmer zu heizen. Für die Reinigung war der Lehrer verantwortlich. 

Etwa zur gleichen Zeit wie Kropp erhielten auch Klein Rheide und Friedrichsanbau ein Schulhaus. 1898 wurde ein neues Schulhaus am Markt gebaut. Darin wohnte der zweite Lehrer. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Schülerzahl durch die Flüchtlinge auf über 500 an. Die Kinder wurden vor- und nachmittags in den alten Schulräumen und im ehemaligen Mädchenlager am Bahnhof, zeitweilig auch im Pastorat und auf den Sälen der Gastwirtschaften, unterrichtet. Als die Menschen begannen, ihr Leben neu zu gestalten, plante man endlich den Neubau der Schule. Er wurde am 14. April 1953 eingeweiht. 

Aber schon bald wurde dieser Neubau durch Anbauten vergrößert, sodass Schülerinnen und Schüler aus allen Gemeinden des Amtes Kropp Aufnahme finden konnten. Als auch noch vier Gymnasialklassen der Domschule in Schleswig von 1974 – 1978 untergebracht waren, wurden 1596 Schülerinnen und Schüler gezählt. 

Nachdem in den achtziger Jahren der „Schülerberg“ durch rückläufige Geburten und den Bau der zweiten Realschule in Schleswig auf ca. 800 Schüler geschrumpft war, galten die finanziellen Anstrengungen der Gemeinde vorrangig dem Erhalt der Bausubstanz. Erhebliche Investitionen wurden bei Renovierungsarbeiten der kleinen und großen Turnhalle, beim Auswechseln der Fensterelemente im sog. „Neubau“ von 1970, beim Austausch des maroden Flachdaches über dem Anbau in ein Satteldach und der Erneuerung des Daches über dem Altbau, getätigt. 

1998 konnte die Schule nach zweijähriger Planungs- und Bauphase zwei neue Technikräume und vier Klassenräume in einem weiteren Anbau beziehen. 

Danach wurde gleich die nächste Baumaßnahme geplant, deren erster Bauabschnitt 2005 mit 4 Klassenräumen bezogen werden konnte. Der zweite und erheblich größere Bauabschnitt wurde im August 2007 bezogen. Danach erfolgte eine umfassende Umgestaltung des Verwaltungsbereiches sowie die Vergrößerung des Lehrerzimmers, die im Dezember 2007 abgeschlossen war. Beim Anschluss des Wandelganges zum Neubau entdeckte man erhebliche Betonmängel in allen Baumaßnahmen von 1970, die zu einer Räumung von 16 Klassen und den Fachräumen Biologie und Chemie führten. Diese Betonsanierung, mit der auch gleich Brandschutzmaßnahmen gekoppelt wurden, wurde im September 2008 abgeschlossen. Im Juni begann der Bau der Mensa auf dem Schulhof. Die Mensa wurde im März 2009 der Nutzung übergeben. Das Schuljahr 2007/2008 war als Baustellenjahr mit Umzügen und erheblichen Einschränkungen in die Schulchronik eingegangen. 2015 wurden Container für zwei Klassen aufgestellt und eine Fluchttreppe am Techniktrakt angebracht. 2016 folgten die Dach- und Fenstersanierung im Altbau, gleichzeitig wurden auch die Wasserleitungen erneuert. Für die nächste Zeit steht noch eine komplette Sanierung der Elektroleitungen im Altbau sowie Arbeiten an der Sporthalle an. 

Weitere laufende Erhaltungsmaßnahmen wie Malerarbeiten und Reparaturen finden nach Bedarf bzw. turnusmäßig statt.

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