Klassenfahrten

Klassenfahrt der vierten Klassen nach Glücksburg

Der Herbst zeigte sich von seiner schönsten Seite, als die vierten Klassen Ende Oktober ihre fünftägige Klassenfahrt nach Glücksburg antraten. Die Koffer voll mit warmer Kleidung, Kuscheltieren, der einen oder anderen Süßigkeit und ganz viel Vorfreude ging es los! Für jede Klasse stand ein individuelles Programm auf dem Plan, das jedoch auch ausreichend Raum für Freizeit und klassenübergreifenden Austausch bot. 
Im Laufe der Woche wurde der Strand erkundet, die beste Schnitztechnik herausgefunden und in Puschen über den geschichtsträchtigen Holzfußboden des Glücksburger Schlosses gerutscht. Die Kinder erforschten, dass die besuchten Wildschweine Fusilli gegenüber Spaghetti und Lasagneplatten bevorzugten, gaben in der Disco zu Mark Forster und Co. nicht nur ihr tänzerisches, sondern auch ihr gesangliches und turnerisches Können zum Besten und ließen sich im gemütlichen Kaminraum von einem Kinofilm fesseln. Außerdem wurde in einem Jonglierkurs der Grundstein für spätere Zirkuskarrieren gelegt. An Halloween begeisterte die Küche des Schullandheims – wie eigentlich jeden Tag – mit etwas ganz Besonderem und servierte zum Nachtisch Gehirnmasse (Milchreis mit Streuseln), Drachenblutsoße (rote Grütze) und Schneckenschleim (Vanillepudding).
Am Tag der Abfahrt befanden sich die Kinder außerdem mit einer wertvollen und eigenhändig geschliffenen Bernsteinkette, dem gedanklichen Schnappschuss des wunderschönen Sonnenuntergangs am Glücksburger Strand und Erinnerungen an gemütliche Vorleseabende auf dem Weg nach Hause. Die Zeit ging klassenfahrtstypisch viel zu schnell um und so manches Mal ist nun auf dem Flur der vierten Klassen ein „Weißt du noch, als wir auf der Klassenfahrt…“ zu hören. 

 

Studienfahrt nach Auschwitz

 

Die NS-Vergangenheit gehört bis heute zu den am meisten diskutierten Themen der deutschen Geschichte. Aus diesem Grund bot die Geschichtsfachschaft unter der Leitung von Frau Böhnert und Frau Hein im Mai 2019 erstmalig für 24 Schüler der Abschlussklassen eine Studienfahrt nach Krakau/ Auschwitz an. Als Vorbereitung auf die Thematik der Reise wurden zwei Projekttage durchgeführt. Am 21.5.2019 trafen wir uns am Hamburger Flughafen. Es war für mehrere Teilnehmer der erste Flug, so dass die Aufregung doch groß war. Ein Bus brachte uns ins Hotel, von dem aus wir in das Einkaufszentrum in der Nähe gingen. Danach konnten wir auf unser Zimmer. Ab 14 Uhr hatten wir einen Reiseführer, der uns durch die historische Stadt Krakau führte und uns interessante Sehenswürdigkeiten wie die Marienkirche, Schindlers Fabrik, Schloss Wawel und andere zeigte. Am Mittwoch fuhren wir um 10.00 Uhr mit dem Bus in die KZ- Gedenkstätte Auschwitz. Dort besichtigten wir die Anlage, in der heute verschiedene Ausstellungen zu sehen sind. Es war sehr interessant, aber auch beklemmend dort.  Anschließend fuhren wir ins ehemalige Außenlager Birkenau, wo sich die aus jedem Geschichtsbuch bekannte Rampe befindet. Am Mahnmal zwischen den gesprengten Gaskammern sind Gedenksteine in allen Sprachen der ermordeten Insassen zu finden. Dort trafen wir auf eine israelische Gruppe, die singend der Ermordeten gedachte. Diese Begegnung berührte uns tief.  

Am nächsten Tag waren wir, ausgerüstet mit Regenjacken, -schirmen und Caps entschlossen, mit dem Reiseführer vom ersten Tag in zwei Synagogen zu gehen, um dort mehr über das jüdische Leben in Krakau zu erfahren.

Am letzten Tag ging es erneut nach Auschwitz, wo wir in einem Workshop etwas über die verbrecherischen pseudomedizinischen Experimente erarbeiteten und weitere Ausstellungen besichtigten. Zum Abschluss erhielten wir eine Stadtführung im Ort Oświęcim, zu dem das Konzentrationslager gehört. Bevor es wieder nach Krakau zurückging, besuchten wir eine weitere Synagoge.

Während dieser Studienfahrt konnten wir an vielen historischen Orten unser geschichtliches Wissen erweitern und vertiefen, aber auch die in unserer Freizeit besuchten Orte sowie der für die Jahreszeit ungewöhnliche Dauerregen werden uns lange in Erinnerung bleiben. Da die Fahrt zukünftig jährlich stattfinden wird, empfehlen wir es geschichtlich interessierten Schülern, sich für die Teilnahme zu bewerben.

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